Regeln C2.10; C2.11
Q1: Kurz nach dem Start fällt Gelb, mit Wind von Backbord ab und halst um eine Strafe durchzuführen. Blau, das ebenfalls mit Wind von Backbord leewärts von Gelb segelt, wendet auf Wind von Steuerbord und gelangt dadurch auf Kollisionskurs mit Gelb? Gelb ist gezwungen, den Kurs zu ändern und hinter Blau seine Strafe zu vervollständigen. Es zeigt "Y". Wie ist zu entscheiden? A1: Grün-Weiße Flagge. Die Worte "außer beim Segeln eines richtigen Kurses" in Regel C2.10 erlauben Blau auf Gelb zuzufahren, vorausgesetzt Blau verletzt nicht Regel 16.1. Es hat die Wahl zwischen verschiedenen richtigen Kursen und kann deshalb den wählen, der es enger zu Gelb führt. Segeln mit Wind von Backbord oder mit Wind von Steuerbord kann beides ein richtiger Kurs sein. |
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Q2: Darf Blau in Anbetracht der Regel C2.11 beim Segeln eines richtigen Kurses das in einem anderen Match segelnde Boot Grün benachteiligen?
A2: Ja. Wenn die Umpires davon überzeugt sind, dass Blau einen richtigen Kurs segelt, der schon auf Grund seiner Definition in Einklang damit stehen muss, das eigene Match zu gewinnen, verletzt es keine Regel. Wenn die Umpires davon überzeugt sind, dass die Handlung nicht das Ziel hatte, ihr eigenes Match zu gewinnen, sondern das Ergebnis des anderen Matches zu beeinflussen, dann verletzt Blau Regel C2.11. Grün kann eine Y-Flagge nach Regel C6.1(a) zeigen.
Q3: Bei Annäherung an die Leebahnmarke ist Blau dicht achteraus von Grün, das in einem anderen Match segelt. Blau luvt, um Grün abzudecken, fällt ab und erreicht eine Innenüberlappung . Grün muß deshalb Blau Raum geben und tut dies. Hat Blau gegen Regel C2.11 verstoßen? A3: Nein. Obwohl Grün durch die Handlung von Blau eindeutig benachteiligt wird, hilft die Aktion Blau, die Bahnmarke in der kürzest möglichen Zeit zu passieren und hat deshalb das Ziel "sein eigenes Match zu gewinnen". Siehe auch Antwort2. |
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