Regeln 16.1; Def. Raum
Q1: Wie sollen die Umpires die in der Definition Raum verwendete Redewendung "In guter Seemannschaft" auslegen?
A2: Die Frage ist in ISAF case 21 behandelt, der besagt, dass außergewöhnliche und unübliche Manöver nicht als "gute Seemanschaft" gelten. Jedoch können Aktionen, die in einem Fleet-Race mit vielen Booten als keine gute Seemannschaft gelten, für eine Situation mit nur zwei Booten als "gute Seemanschaft" betrachtet werden. Deshalb werden beim Match-Race einige Manöver als normal angesehen, die bei anderen Regatten als nicht normal betrachtet werden. Deshalb ist Gute Seemannschaft beim Match-Race etwas weiter auszulegen. Jedes Manöver jedoch, das ein Boot oder seine Mannschaft einem unvoraussehbaren Risiko einer Kollision aussetzt, ist keine gute Seemannschaft. Die Umpires sollen als Grundlage ihrer Entscheidung bei jedem Vorfall die Aktion des Bootes in Zusammenhang mit den vorherrschenden Wind- und Wasserbedingungen beurteilen.
Q2: Blau mit Wind von Backbord und Gelb mit Wind von Steuerbord segeln auf einer Kreuz zur Luvbahnmarke. Gelb fällt auf einen Vorwindkurs ab und Blau muss seinen Kurs ändern um sich freizuhalten. Es wird Y gezeigt. Wie ist zu entscheiden?
A2: Gelb verletzte Regel 16.1, indem es Blau keinen Raum gab, speziell den Platz um in guter Seemannschaft zu manövrieren. Gelb ist zu bestrafen.