Team Race - CALL M 03   

Regel 44.1(b)   Strafe ausführen: Deutlichen Vorteil erhalten
Regel D2.2(d)  Strafen durch Bahnschiedsrichter

Frage
Die Mannschaft A, B und C nähern sich mit Wind von Steuerbord einer Backbord zu rundenden Luvbahnmarke als Gruppe. X hat bereits gerundet, Y ist mit Wind von Steuerbord direkt hinter der Gruppe und Z nähert sich mit Wind von Backbord auf gleicher Höhe mit der Gruppe.

Z versucht innerhalb der Gruppe an der Bahnmarke zu wenden und zwingt A, B und C höher als einen Amwindkurs und außerhalb von ihr an der Bahnmarke zu segeln.

Als Ergebnis des Vorfalls überholt Y die Boote A, B, C und Z. Z vollendet eine Ein-Drehung-Strafe. X und Y nun klar erstes und zweites Boot, behalten diese Plätze bis ins Ziel. Welche Möglichkeiten haben das andere Team und die Bahnschiedsrichter, das Ergebnis dieser Wettfahrt zu beeinflussen?

Antwort
Wenn ein Boot durch einen Regelverstoß einen deutlichen Vorteil in der Wettfahrt erlangt hat, kann es sich nicht nach Regel 44 entlasten. Bei diesem Vorfall erhält das Team von Z eindeutig einen klaren Vorteil durch seinen Verstoß gegen Regel 18.3(a). Deshalb ist die Entlastung von Z nach Regel 44 ungültig und das andere Team kann protestieren.

Wenn weitere Zusatzdrehungen das Ergebnis der Wettfahrt nicht ändern können dann müssen die Bahnschiedsrichter diesen Vorfall dem Schiedsgericht nach Regel D2.2(d) mitteilen. Das Schiedsgericht kann dann die Punktzahl von Z erhöhen um so das Ergebnis, das sich durch den Zieleinlauf ergeben hat umdrehen. Dieses Vorgehen ist mit einer schwarzen Flagge zu signalisieren. Die Handlung von Z muss nicht mit Absicht geschehen sein.