Team Race - CALL A 01    

Regel 13 Während des Wendens
Regel 17.1
Wind von der gleichen Seite; richtiger Kurs

Frage
Auf einer Kreuzstrecke wird eine Überlappung während der Wende eines Bootes oder kurz danach hergestellt. Unter welcher der folgenden Bedingungen ist es dem Leeboot X erlaubt über seinen richtigen Kurs zu segeln?

Antwort

Figur 1:
Die Überlappung wurde von klar achteraus hergestellt - X erhält kein Luvrecht. A beendet seine Wende in Position 3 und ist dort noch klar voraus von X. Kurz darauf stellt X von klar achteraus eine Überlappung her und würde gegen Regel 17.1 verstoßen, wenn es höher als seinen richtigen Kurs segelt solange diese Überlappung besteht und der Abstand zwischen den Booten geringer als zwei Rumpflängen bleibt. Es sei den, es tut das um direkt am Heck von A zu passieren.

Figur 2:
Die Überlappung wurde von klar achteraus hergestellt. X erhält Luvrecht. In dem Augenblick, in dem A durch den Wind geht, haben beide Boote den Wind von der gleichen Seite, überlappen aber noch nicht. Die Überlappung wird hergestellt bevor A auf Amwindkurs abgefallen ist und noch Regel 13 unterliegt. Deshalb gilt Regel 17.1 nicht und X darf höher als seinen richtigen Kurs segeln.

Figur 3:
Die Überlappung wird übergangslos hergestellt. Ab Position 2, wenn X durch den Wind geht, haben beide den Wind von der gleichen Seite und überlappen. Deshalb wird die Überlappung von keinem Boot von klar achteraus hergestellt, man sagt die Überlappung wird übergangslos hergestellt. Regel 17.1 gilt nicht und X darf höher als seinen richtigen Kurs segeln.

Ein wendendes Boot ändert seinen Bug, wenn es durch den Wind geht. Es muss sich jedoch auf Grund von Regel 13 ab dem Moment freihalten, ab dem es durch den Wind geht solange bis es auf einen Amwindkurs abgefallen ist. Erhält ein anderes Boot während dieses Zeitraums eine Überlappung in Lee von klar achteraus, gilt Regel 17.1 nicht und das Leeboot darf höher als seinen richtigen Kurs segeln, es hat also Luvrecht.