Abbruch
Eine Wettfahrt, die von der Wettfahrtleitung oder vom Schiedsgericht abgebrochen
wird, ist ungültig, kann aber erneut gesegelt werden.
Klar achteraus, Klar voraus; Überlappen
Ein Boot ist klar achteraus, wenn sich sein Rumpf und seine in normaler Lage
befindliche Ausrüstung hinter einer Geraden befindet, die querab zum achterlichsten
Punkt des Rumpfes oder der in normaler Lage befindlichen Ausrüstung eines
anderen Bootes verläuft. Das andere Boot ist dann klar voraus. Sie überlappen,
wenn keines von ihnen klar achteraus ist. Sie überlappen außerdem,
wenn ein zwischen ihnen liegendes Boot beide überlappt. Diese Begriffe
sind nicht anwendbar auf Boote mit Wind von entgegengesetzter Seite, sofern
nicht Regel 18 gilt.
Zieldurchgang
Ein Boot geht durchs Ziel, sobald irgendein Teil seines Rumpfes oder seiner
in normalerLage befindlichen Besatzung oder Ausrüstung die Ziellinie, in
Richtung des Kurses von der letzten Bahnmarke kommend, entweder zum ersten Mal
oder nach Ausführung einer Strafe gemäß Regel 31.2 oder 44.2
oder nach Korrektur eines Fehlers an der Ziellinie die Ziellinie gemäß
Regel 28.1 überquert.
Interessierte Partei
Interessierte Partei ist jede Person, die durch das Ergebnis einer Schiedsgerichtsentscheidung
gewinnen oder verlieren kann bzw. ein sehr persönliches Interesse an dieser
Entscheidung hat.
Freihalten
Ein Boot hält sich frei von einem anderen, wenn das andere Boot seinen
Kurs segeln kann, ohne Ausweichmaßnahmen ergreifen zu müssen, und
wenn bei überlappenden Booten mit Wind von der gleichen Seite das Leeboot
den Kurs in beide Richtungen ändern kann, ohne sofort das Luvboot zu berühren
Lee und Luv
Die Leeseite eines Bootes ist die Bootsseite, die vom Wind abgewandt ist oder,
wenn es im Wind ist, abgewandt war. Segelt es jedoch direkt vor dem Wind oder
tiefer, ist die Leeseite die Seite, auf der sich sein Großsegel befindet,
die andere Bootsseite ist seine Luvseite. Wenn zwei Boote mit Wind von der gleichen
Seite überlappen, so ist das auf der Leeseite des anderen liegende Boot
das Leeboot. Das andere ist das Luvboot.
Bahnmarke
Ein Gegenstand, bei dem die Segelanweisungen verlangen, dass ein Boot ihn auf
einer angegebenen Seite lassen muss, und ein Wettfahrtleitungsboot, das von
schiffbarem Wasser umgeben und Start- oder Ziellinienbegrenzung ist. Das Grundgeschirr
sowie zufällig oder zeitweilig daran haftende Gegenstände gehören
nicht dazu.
Hindernis
Jeder Gegenstand, den ein Boot, wenn es direkt darauf zusegelt und eine seiner
Bootslängen davon entfernt ist, nicht passieren kann, ohne den Kurs erheblich
zu ändern. Ein Gegenstand, der nur an einer Seite sicher passiert werden
kann und ein in den Segelanweisungen so gekennzeichnetes Gebiet sind ebenfalls
Hindernisse. Jedoch ist ein Boot, das sich in der Wettfahrt befindet, kein Hindernis
für andere Boote, außer wenn diese verpflichtet sind, sich von ihm
frei zu halten, ihm Raum zu geben oder ihm auszuweichen, wenn Regel 21 gilt.
Überlappung
Siehe Klar achteraus; Klar voraus; Überlappen
Partei
Parteien bei einer Verhandlung sind: Der Protestführer; der Protestgegner;
ein Boot, das Wiedergutmachung beantragt hat; ein Boot oder ein Teilnehmer,
das bzw. der nach Regel 69.1 bestraft werden könnte; eine Wettfahrtleitung
oder ein Veranstalter in einer Verhandlung nach Regel 62.1(a).
Verschiebung
Eine verschobene Wettfahrt ist hinsichtlich ihrer festgesetzten Startzeit verschoben,
kann aber später gesegelt oder abgebrochen werden.
Richtiger Kurs
Ein Kurs, den ein Boot in Abwesenheit der anderen Boote, auf die sich die Regel
mit diesem Begriff bezieht, segeln würde, um so schnell wie möglich
durchs Ziel zu gehen. Vor dem Startsignal hat ein Boot keinen richtigen Kurs.
Protest
Die nach Regel 61.2 erhobene Behauptung eines Bootes, einer Wettfahrtleitung
oder eines Schiedsgerichts, dass ein Boot gegen eine Regel verstoßen hat.
In einer Wettfahrt
Ein Boot befindet sich in einer Wettfahrt von seinem Vorbereitungssignal an,
bis es entweder durchs Ziel gegangen und klar von der Ziellinie und den Ziel-Bahnmarken
ist oder aufgegeben hat, oder bis die Wettfahrtleitung einen allgemeinen Rückruf,
eine Verschiebung oder einen Abbruch signalisiert hat.
Raum
Raum ist der Platz, den ein Boot unter den gegebenen Umständen benötigt,
um unverzüglich in guter Seemannschaft zu manövrieren.
Regel
(a) Die Regeln in diesem Buch, einschließlich Definitionen, Wettfahrtsignale, Einleitung, Präambeln und die Regeln der Anhänge, wenn sie anzuwenden sind, aber nicht Überschriften;
(b) Regulation 19, Zulassungs-Kodex; Regulation 20, Werbe-Kodex; und Regulation 21, Anti-Doping-Kodex der ISAF;
(c) die Vorschriften eines Nationalen Verbandes, es sei denn, sie sind durch die Segelanweisungen in Übereinstimmung mit der Vorschrift des Nationalen Verbandes in Regel 87, wenn vorhanden, geändert;
(d) die Klassenvorschriften (für ein Boot, das nach den Regeln für Ausgleichs- oder Rennwertsysteme wettsegelt, sind diese Regeln ‚Klassenvorschriften’;
(e) die Ausschreibung;
(f) die Segelanweisungen und
(g) alle sonstigen Dokumente, die für die Veranstaltung gelten.
Starten
Wenn es bei oder nach seinem Startsignal vollständig auf der Vorstartseite
der Startlinie war und die Regel 30.1 befolgt hat, sofern sie galt, startet
ein Boot, wenn dann irgendein Teil seines Rumpfes, seiner Besatzung oder Ausrüstung
zum ersten Male die Startlinie in Richtung zur ersten Bahnmarke überquert.
Wind von Steuerbord oder Backbord
Ein Boot segelt mit Wind von der Seite, Steuerbord oder Backbord - die seiner
Luvseite entspricht.
Zweilängen-Bereich
Die Fläche um eine Bahnmarke oder ein Hindernis innerhalb eines Abstandes
von zwei der Rumpflängen des Bootes, das ihr bzw. ihm näher ist.
Luv
Siehe Lee und Luv.