62 Wiedergutmachung

62.1 Ein Antrag auf Wiedergutmachung oder die Entscheidung eines Schiedsgerichts, Wiedergutmachung in Betracht zu ziehen, muss sich auf die Behauptung oder Möglichkeit gründen, dass die Wertung eines Bootes in einer Wettfahrt oder Wettfahrtserie ohne eigenes Verschulden erheblich verschlechtert wurde oder eventuell wird durch:

(a) eine unsachgemäße Handlung oder Unterlassung der Wettfahrtleitung, des Schiedsgerichts oder des Veranstalters, der Ausrüstungskontrolleure oder der Vermesser der Veranstaltung, aber nicht eine Entscheidung des Schiedsgerichts, wenn das Boot Partei bei der Verhandlung war;

(b) eine Verletzung oder materielle Beschädigung durch die Handlung eines Bootes, das gegen eine Regel von Teil 2 verstoßen hat, oder eines nicht in der Wettfahrt befindlichen Fahrzeugs, das sich freizuhalten hatte;

(c) Hilfeleistung (ausgenommen für das Boot selbst und seine Besatzung) gemäß Regel 1.1, oder

(d) die Handlung eines Bootes oder eines ihrer Mannschaftsmitglieder, die zu einer Strafe nach Regel 2 oder einer Strafe oder Verwarnung nach Regel 69.1(b) geführt wurde.

62.2 Ein Antrag muss schriftlich verfasst sein und die Gründe für den Antrag enthalten. Wenn der Antrag sich auf einen Vorfall im Wettfahrtgebiet bezieht, muss er innerhalb der Protestfrist oder zwei Stunden nach dem entsprechenden Vorfall im Wettfahrtbüro vorgelegt werden, je nachdem, was später ist. Andere Anträge müssen so bald wie vernünftigerweise möglich
nach Erfahren der Gründe für den Antrag eingereicht werden. Das Schiedsgericht muss die Frist verlängern, wenn es dafür gute Gründe gibt. Eine rote Flagge ist nicht erforderlich.