Anhang B Wettfahrtregeln für Segelsurfen

Windsurf-Regatten müssen nach den Wettfahrtregeln – Segeln mit den Änderungen dieses Anhangs gesegelt werden. Der Ausdruck „Boot“ an anderen Stellen der Wettfahrtregeln – Segeln bedeutet „Board“ oder „Boot“ entsprechend der Sachlage. Der Begriff „heat“ bedeutet eine Ausscheidungs-Wettfahrt, eine „Runde“ besteht aus mehreren „heats“, und eine Ausscheidungsserie besteht aus einer oder mehreren „Runden“. In einem Speed-Wettbewerb jedoch besteht eine „Runde“ aus einem oder mehreren Speed „Rennen“.
Eine Windsurfing-Veranstaltung kann eine oder mehrere der folgenden Disziplinen oder ihrer Formate einschließen:

Disziplin Formate (Arten)
Wettfahrt Bahnwettfahrt; Slalom; Marathon
Expression Wave Performance; Freestyle
Speed  Standard Offshore Speed-Bahn; Speed Crossings; Alpha Speed-Bahn

Bei Wettfahrt- oder Expression-Wettbewerben können Boards an Ausscheidungsserien teilnehmen und nur eine begrenzte Anzahl von ihnen kann von einer zur nächsten Runde vorrücken. Eine Marathon-Wettfahrt ist eine auf mehr als eine Stunde angesetzte Wettfahrt.
In Expression-Wettbewerben wird die Leistung eines Boards mehr in Bezug auf Geschicklichkeit und Vielfalt als auf Geschwindigkeit beurteilt und wird unter Verwendung von Ausscheidungsserien organisiert. Abhängig von den Wellenbedingungen am Veranstaltungsort findet entweder ein Wave-Performance- oder ein Freestyle-Wettbewerb statt.
Beim Speed-Wettbewerb wird die Leistung eines Boards an Hand der gemessenen Geschwindigkeit auf der festgelegten Bahn bewertet. Boards wechseln sich beim Absegeln der Bahn ab.

Änderungen von Definitionen

Die Definitionen Bahnmarken-Raum und Schlag, Steuerbord oder Backbord sind gestrichen und ersetzt durch:
Bahnmarken-Raum
Bahnmarken-Raum für ein Board ist Raum um seinen richtigen Kurs zum Runden oder Passieren der Bahnmarke zu segeln. Jedoch schließt Bahnmarken-Raum für ein Board nicht den Raum zum Wenden ein, außer er überlappt innen und in Luv eines Boards, das ihm Bahnmarken-Raum geben muss und wenn es nach der Wende die Bahnmarke anliegen kann.

Richtiger Kurs
Ein Kurs, den ein Board in Abwesenheit der anderen Boards, auf die sich die Regel mit diesem Begriff bezieht, segeln würde, um so schnell wie möglich durchs Ziel zu gehen, mit der Ausnahme, dass in den letzten 30 Sekunden vor seinem Startsignal der richtige Kurs eines Boards der kürzeste Kurs zur ersten Bahnmarke sein muss. Bis 30 Sekunden vor seinem Startsignal hat ein Board keinen richtigen Kurs.

Schlag, Steuerbord oder Backbord
Ein Board ist auf dem Schlag, Steuerbord (Wind von Steuerbord) oder Backbord (Wind von Backbord), entsprechend der Hand des Teilnehmers, die näher am Mast ist, wenn der Teilnehmer in normaler Segel-Position mit beiden Händen am Gabelbaum segelt und die Arme nicht überkreuzt hat. Ein Board ist auf Steuerbordschlag (Wind von Steuerbord) wenn die rechte Hand des Teilnehmers näher am Mast wäre und auf einem Backbordschlag (Wind von Backbord), wenn die linke Hand des Teilnehmers näher am Mast wäre.

Die Definition Zone ist gestrichen.

Füge die folgenden Definitionen hinzu

Gekentert
Ein Board ist gekentert, wenn es nicht unter Kontrolle ist ,weil sein Segel oder der Körper des Teilnehmers im Wasser ist.

Runden oder Passieren
Ein Board ist dabei, eine Bahnmarke zu runden oder zu passieren, wenn sein richtiger Kurs ist, das Manöver zum Runden oder Passieren zu beginnen, bis es die Bahnmarke gerundet oder passiert hat.

B1 Änderungen von Regeln des Teils 1
[keine Änderungen]

B2 Änderungen von Regeln des Teils 2

B2.13 Während des Wendens
Regel 13 ist geändert in:
Nachdem ein Board mit dem Bug durch den Wind gegangen ist, muss es sich von andern Boards freihalten, bis sich sein Segel gefüllt hat. Während dieser Zeit gelten die Regeln 10, 11 und 12 nicht. Wenn zwei Boards zur gleichen Zeit unter diese Regel fallen , muss sich das auf der Backbordseite des anderen oder das achteraus befindliche Board freihalten.

B2.17 Auf gleichem Schlag; richtiger Kurs
Regel 17 ist gelöscht und ersetzt durch:
Wenn beim Ankündigungssignal der Kurs zur ersten Bahnmarke ungefähr neun zig Grad zum richtigen Wind liegt ,darf ein in Lee überlappendes Board auf gleichem Schlag, in den letzten 30 Sekunden vor seinem Startsignal, nicht über seinen kürzesten Kurs zur ersten Bahnmarke segeln so lange die Überlappung besteht, und wenn das andere Board als Ergebnis ausweichen muss um eine Berührung zu vermeiden, es sei denn es segelt dadurch unmittelbar achteraus des anderen Boards.

B2.18 Bahnmarken-Raum
Regel 18 ist wie folgt geändert:
Der erste Satz von Regel 18.1 ist geändert in:
Regel B2.18 gilt zwischen Boards, wenn sie eine Bahnmarke auf derselben Seite lassen müssen und mindestens eines von ihnen sie rundet oder passiert.

Regel 18.2(b) ist geändert in:
(b) Überlappen Boards, wenn das erste von ihnen die Bahnmarke rundet oder passiert, muss das zu diesem Zeitpunkt außen liegende Board dem innen liegenden Board danach Bahnmarken-Raum geben. Ist ein Board klar voraus, wenn es die Bahnmarke rundet oder passiert, muss das zu diesem Zeitpunkt klar achteraus liegende Board ihm danach Bahnmarken-Raum geben.“

Regel 18.2(c) ist geändert in:
(c) „Wenn ein Board durch Regel B2.18.2(b) verpflichtet ist, Bahnmarken-Raum zu geben, muss es dies weiterhin tun, auch wenn später die Überlappung aufgehoben oder eine neue Überlappung hergestellt wurde. Wenn jedoch das Board mit Bahnmarken-Raum mit dem Bug durch den Wind geht, hört Regel B18.2(b) auf zu gelten.“

B2.18.4 Halsen oder Abfallen
Regel 18.4 ist geändert in
Wenn ein innen überlappendes Board mit Wegerecht an einer Bahnmarke halsen oder abfallen muss, um seinen richtigen Kurs zu segeln, darf es bis zum Halsen oder Abfallen nicht weiter von der Bahnmarke wegsegeln, als dies zum Segeln dieses Kurses notwendig ist. Regel B2.18.4 gilt nicht an einer Tor-Bahnmarke.

B2.23 Gekentert, auf Grund gelaufen, Hilfe leistend
Regel 23 ist geändert in:
B2.23.1 Wenn möglich muss ein Board einem anderen Board ausweichen, das gekentert ist, oder nach einer Kenterung die Kontrolle noch nicht wieder erlangt hat, das auf Grund gelaufen ist, oder der versucht einer Person oder einem in Gefahr befindlichen Fahrzeug zu helfen.

B2.23.2 Wenn möglich, darf ein gekentertes oder auf Grund gelaufenes Board nicht ein anderes Board behindern.

B2.24 Behinderung anderer Boards; Segel aus dem Wasser
Füge neue Regel B2.24.3 hinzu:
B2.24.3 In der letzten Minute vor seinem Startsignal muss das Segel eines Boards aus dem Wasser sein und sich in einer normalen Stellung befinden, außer das Board ist versehentlich gekentert.

Regeln von Teil 2, die gestrichen sind
Regel 18.3 ist gelöscht.

B3 Änderungen von Regeln des Teils 3

B3.26 Starten von Wettfahrten
Regel 26 ist geändert zu:
B3.26.1 System 1
Wettfahrten müssen unter Verwendung der folgenden Signale gestartet werden. Die Zeiten sind von den optischen Signalen zu nehmen. Das Ausbleiben eines Schallsignals ist nicht zu beachten.

Minuten vor Startsignal Optisches Signal Schallsignal
Bedeutung
5*
Klassenflagge
Eins
Ankündigungssignal
4
P, I, Z, Z mit I, U oder schwarze Flagge
Eins
Vorbereitungsignal
1
Vorbereitungssignal entfernen,
Ein langes
Eine Minute
0
Klassenflagge entfernen, 1 Schallsignal
Eins
Startsignal

* oder wie in den Segelanweisungen beschrieben
Das Ankündigungssignal für jede folgende Klasse ist mit oder nach dem Startsignal der vorangehenden Klasse zu geben.

B3.26.2 System 2
Wettfahrten müssen unter Verwendung der folgenden Signale gestartet werden.
Die Zeitgebung erfolgt durch die optischen Signale. Das Ausbleiben eines Schallsignals ist nicht zu beachten.

Minuten vor dem Startsignal

Optisches Signal

Schallsignal

Bedeutung

3

Klassenflagge oder Achtungssignal

 

heat Nummer

2

Rote Flagge; Ankündigungssignal entfernt

Eins

Ankündigungssignal

1

Gelbe Flagge; Rote Flagge entfernt

Eins

Vorbereitungssignal

1/2

Gelbe Flagge entfernt

 

30 Sekunden

0

Grüne Flagge

Eins

Startsignal

B3.26.3 System 3 (für Beach-Start)
(a) Wenn die Startlinie auf dem Strand, oder so nahe am Strand liegt, dass der Teilnehmer im Wasser stehen muss um zu starten, ist der Start ein Beach-Start.

(b) Die Startpositionen müssen nummeriert sein, mit Station 1 als die am weitesten in Luv liegende Station. Falls in den Segelanweisungen kein anderes System beschrieben ist, muss die Startposition eines Boards folgendermaßen bestimmt werden

(1) für die erste Wettfahrt oder Runde in der Veranstaltung durch eine Auslosung

(2) für jede folgende Wettfahrt oder Runde durch den Platz in der vorhergehenden Wettfahrt oder heat(der erste Platz auf Station 1, der zweite Platz auf Station 2, und so weiter).

(c) Nachdem die Boards aufgerufen wurden, ihre Position zu besetzen muss das Wettfahrtkomitee das Vorbereitungssignal durch Zeigen einer roten Flagge mit einem Schallsignal geben. Das Startsignal muss irgendwann nach dem Vorbereitungssignal durch Entfernen der roten Flagge mit einem Schallsignal gegeben werden.

(d) Nach dem Startsignal muss jedes Board den kürzesten Weg von der Startposition zum Wasser und dann zu seiner Segelposition nehmen ohne andere Boards zu behindern. Die Regeln von Teil 2 gelten, wenn der Teilnehmer beide Füße auf dem Board hat .

B3.31 Berührung einer Bahnmarke
Regel 31 ist geändert zu:
Ein Board darf eine Bahnmarke berühren, sich aber nicht an ihr festhalten.

B4 Änderungen von Regeln des Teils 4
B4.42 Vortrieb

Regel 42 ist geändert zu:
Ein Board darf Vortrieb nur durch die Einwirkung des Windes auf das Segel, die Einwirkung des Wassers auf das Board sowie durch Handlungen des Teilnehmers, ohne fremde Hilfe, erhalten. Jedoch darf kein wesentlicher Vortrieb durch Paddeln, Schwimmen oder Laufen erzeugt werden.

B4.43 Kleidung und Ausrüstung der Teilnehmer
Regel 43.1(a) ist geändert zu:
(a) Teilnehmer dürfen keine Kleidung oder Ausrüstung zur Erhöhung ihres Gewichtes tragen. Ein Teilnehmer darf jedoch einen Trinkbehälter mit sich führen, der ein Fassungsvermögen von mindestens einem Liter hat und gefüllt nicht mehr als 1,5 Kilogramm wiegt.

B4.44 Strafen zum Zeitpunkt eines Vorfalls
Regel 44 ist geändert zu:
B4.44.1 Annahme einer Strafe
Ein Board kann eine 360°-Drehung Strafe annehmen, wenn es möglicherweise gegen eine oder mehrere Regeln von Teil 2 in einem Vorfall in einer Wettfahrt verstoßen haben könnte. Die Segelanweisungen können den Gebrauch anderer Strafen festlegen. Wenn jedoch das Board bei seinem Regelverstoß eine Verletzung oder ernsthaften Schaden verursacht hat oder trotz Annahme einer Strafe einen deutlichen Vorteil in einer Wettfahrt oder Wettfahrtserie erhalten hat, muss seine Strafe die Aufgabe der Wettfahrt sein.

B4.44.2 360°-Drehungsstrafe
Nachdem sich ein Board so bald wie möglich nach dem Vorfall von anderen Boards freigesegelt hat, nimmt es eine 360° Drehungsstrafe an, indem es unverzüglich die geforderte 360° Drehungsstrafe mit dem Board im Wasser und ohne Erfordernis für eine Wende oder Halse durchführt. Wenn ein Board die Strafe auf oder in der Nähe der Ziellinie ausführt, muss es vollständig auf die Bahnseite der Linie segeln, bevor es durchs Ziel geht.

Regeln von Teil 4, die gestrichen sind
Die Regeln 43.2, 44.3, 45, 47.2, 48.1, 49, 50, 51, 52 und 54 sind gestrichen.

B5 Änderungen von Regeln des Teils 5

B5.60 Das Recht zu protestieren; das Recht, Wiedergutmachung zu beantragen; Maßnahmen nach Regel 69
Regel 60.1(a) ist geändert, indem „oder ihn gesehen hat“ gestrichen ist.

B5.61 Protesterfordernisse
Die ersten drei Sätze von Regel 61.1(a) sind geändert zu:
Ein Board, das protestieren will, muss das andere Board bei der ersten zumutbaren Gelegenheit informieren. Betrifft der Protest einen Vorfall im Wettfahrtgebiet, in den das Board verwickelt war oder den es gesehen hat, muss es „Protest!“ rufen. Es muss ebenfalls so bald wie möglich nach seinem Zieldurchgang oder seiner Aufgabe das Wettfahrtkomitee über seine Absicht zu protestieren informieren.

B5.62 Wiedergutmachung
Regel 62.1(b) ist geändert in:
(b) Verletzung, physischer Schaden oder Kenterung aufgrund einer Handlung von

(1) einem Board, das gegen eine Regel von Teil 2 verstoßen hat und die angemessene Strafe angenommen hat oder bestraft wurde, oder

(2) einem Fahrzeug, das nicht an der Wettfahrt teilgenommen hat, das verpflichtet war sich freizuhalten.

B5.64 Entscheidungen
Regel 64.3(b) ist geändert zu:
(b) Hat das Protestkomitee Zweifel bezüglich einer die Vermessung eines Boards betreffenden Angelegenheit, der Bedeutung einer Klassenregel oder des Schadens eines Boards, muss es seine Fragen zusammen mit den entsprechenden Fakten einer für die Interpretation der Regel zuständigen Stelle unterbreiten. Das Protestkomitee ist bei seiner Entscheidung an die Antwort der zuständigen Stelle gebunden.

B6 Änderungen von Regeln des Teils 6

B6.78 Übereinstimmung mit den Klassenregeln; Bescheinigungen
Ergänze zu Regel 78.1:
Wenn von World Sailing vorgeschrieben, gilt eine nummerierte und mit Datum versehene Bauteilkennzeichnung auf Brett und zugehörigem Schwert, Finne und Rigg als Vermessungsbescheinigung.

B7 Änderungen von Regeln des Teils 7

B7.90 Wettfahrtkomitee; Segelanweisungen; Wertung
Der letzte Satz von Regel 90.2(c) ist geändert zu:
Mündliche Anweisungen dürfen nur gegeben werden, wenn das Verfahren dazu in den Segelanweisungen festgelegt ist.

B8 Änderungen von Anhang A

B8.A1 Anzahl der Wettfahrten; Gesamtwertung
Regel A1 ist geändert in:
Die Anzahl der vorgesehenen Wettfahrten und die für die Gültigkeit einer Wettfahrtserie notwendige Anzahl abgeschlossener Wettfahrten müssen in der Ausschreibung oder den Segelanweisungen festgelegt sein. Wenn eine Veranstaltung mehr als eine Disziplin oder Format einschließt, müssen die Ausschreibung oder Segelanweisungen festlegen, wie die Gesamtwertung zu berechnen ist.

B8.A2.1 Wertung einer Serie
Regel A2.1 ist geändert in:
Die Gesamtwertung eines Boards, gemäß Regel 90.3(b), ist die Summe seiner Wertungen der einzelnen Wettfahrten, ausgenommen

(a) seine schlechteste Wertung, wenn zwischen 5 oder 11 Wettfahrten abgeschlossen sind, oder

(b) seine zwei schlechtesten Wertungen, wenn 12 oder mehr Wettfahrten abgeschlossen sind.

(Die Ausschreibung oder Segelanweisungen können eine abweichende Regelung vorsehen, Eine Wettfahrt ist abgeschlossen, wenn sie gewertet ist; siehe Regel 90.3(a).) Wenn ein Board zwei oder mehr gleiche schlechteste Ergebnisse hat, so werden die gestrichen, die früher in der Serie gesegelt wurden. Das Board mit der niedrigsten Gesamtwertung gewinnt, die anderen werden entsprechend platziert.

B8.A8 Gleichstand in einer Serie
Regel A8 ist geändert in:
B8.A8.1 Besteht Gleichstand zwischen zwei oder mehr Boards in der Gesamtwertung einer Serie, sind sie entsprechend dem besten gestrichenen Wettfahrtergebnis zu werten.

B8.A8.2 Bleibt auch dann noch Gleichstand zwischen zwei oder mehr Boards, sind die Wertungen dieser Boards einschließlich der gestrichenen Wertungen der Reihe nach aufzulisten, beginnend bei der besten und endend bei der schlechtesten Wertung. Sobald es einen Unterschied gibt, ist der Gleichstand zugunsten des Boards mit der besseren Wertung aufzulösen. Bei dieser Auflösung sind alle, auch gestrichene Wertungen mit heranzuziehen.

B8.A8.3 Bleibt auch dann noch Gleichstand zwischen zwei oder mehr Boards, entscheidet die Wertung in der letzten Wettfahrt über die Reihenfolge. Jeder verbleibende Gleichstand wird durch die Wertung in der vorletzten Wettfahrt aufgelöst und so weiter, bis alle Gleichstände aufgelöst sind. Bei dieser Auflösung sind alle, auch gestrichene Wertungen mit heranzuziehen.

B9 Änderungen von Anhang G
B9.G1 World Sailing Surfklassen

B9.G1.3 Positionierung
Regel G1.3(a) ist geände
rt in:
(a) Das Klassenzeichen muss auf beiden Seiten des Segels je einmal in dem Bereich oberhalb einer gedachten Linie angebracht werden, die bei einem Drittel der Entfernung vom Kopf zum Gabelbaum rechtwinklig zum Vorliek verläuft. Nationalitätsbuchstaben und Segelnummern müssen sich im mittleren Drittel dieses Teils des Segels oberhalb des Gabelbaumes befinden, von jeder Werbung klar abgesetzt. Sie müssen schwarz sein und Rücken an Rücken auf einem undurchsichtigen weißen Hintergrund angebracht sein. Der Hintergrund muss mindestens 30 mm über die Ziffern hinausreichen. Zwischen Nationalitätsbuchstaben und Segelnummer müssen sich ein „–“ befinden und die Abstände zwischen einzelnen Zeichen muss angemessene Lesbarkeit gewährleisten.

Regeln von Anhang G, die gestrichen sind
Der erste Satz von Regel G1.3(b) ist gestrichen. Die Regeln G1.3(c), G1.3(d) und G1.3(e) sind gestrichen.

B10 Änderungen von Regeln für Veranstaltungen die Ausscheidungsserien beinhalten

B10.29 Rückrufe
Für eine Wettfahrt einer Ausscheidungsserie, die ein Board zur Teilnahme an einer späteren Stufe der Veranstaltung qualifiziert, ist Regel 29 wie folgt geändert.

(a) Befindet sich beim Startsignal eines Boards irgendein Teil von Rumpf, Mannschaft oder Ausrüstung auf der Bahnseite der Startlinie, muss das Wettfahrtkomitee einen allgemeinen Rückruf signalisieren.

(b) Handelt das Wettfahrtkomitee gemäß Regel B10.29(a) und das Board ist identifiziert, so muss sie es ohne eine Anhörung disqualifizieren, auch wenn die Wettfahrt abgebrochen wurde. Das Wettfahrtkomitee muss seine Segelnummer ausrufen oder anzeigen und es muss das Wettfahrtgebiet sofort verlassen. Wird die Wettfahrt wieder gestartet oder wieder gesegelt, darf es nicht mitsegeln.

(c) Wenn die Wettfahrt abgeschlossen war, aber später durch das Protestkomitee abgebrochen wurde und wenn sie dann wieder gesegelt wird, darf ein nach Regel B10.29(b) disqualifiziertes Board mitsegeln.

B10.37 Ausscheidungsserien die heats beinhalten
Füge neue Regel B10.37 hinzu:
Regel B10.37 gilt für Ausscheidungsserien, bei denen Boards an heats teilnehmen.

B10.37.1 Verfahren bei Ausscheidungsserien
(a) Der Wettbewerb muss in Form einer oder mehrerer Ausscheidungsserien stattfinden. Jede von ihnen muss entweder aus einer einzelnen Ausscheidungsserie bestehen, in der nur eine Anzahl der am besten gewerteten Teilnehmer weiterkommt, oder aus einer doppelten Ausscheidungsserie, in der die Boards mehr als eine Gelegenheit haben, weiterzukommen.

(b) Die Boards müssen einer gegen einen anderen in Paaren segeln oder in Gruppen, die durch die Ausscheidungstabelle bestimmt sind. Die gewählte Form des Wettbewerbs darf nicht geändert werden, solange eine Runde nicht abgeschlossen ist.

B10.37.2 Setzlisten und Ranglisten
(a) Wird eine Setz- oder Rangliste verwendet, um die Heats der ersten Runde aufzustellen, müssen die Plätze 1 – 8 (vier Heats) oder 1 – 16 (acht Heats) gleichmäßig unter den Heats verteilt werden.

(b) Für eventuell aufeinander folgende Ausscheidungsserien müssen die Boards basierend auf den Ergebnissen der vorangegangenen Ausscheidungsserien den neuen Heats zugeteilt werden.

(c) Die Entscheidungen des Veranstalters bezüglich der gesetzten Plätze sind endgültig und können nicht Grund für einen Antrag auf Wiedergutmachung sein.

B10.37.3 Zeitplan der Heats
Der Zeitplan der Heats muss an der offiziellen Tafel für Bekanntmachungen spätestens 30 Minuten vor dem Startsignal für den ersten Heat ausgehängt werden.

B10.37.4 Weiterkommen und Freilose
(a) Bei Racing- und Expression-Wettbewerben müssen die Boards, die in die Heats der nächsten Runde kommen, spätestens 10 Minuten vor dem Start signal für den ersten Heat vom Wettfahrtkomitee bekannt gegeben werden. Die Anzahl, die weiterkommt, kann durch das Protestkomitee als Ergebnis einer Wiedergutmachungsentscheidung verändert werden.

(b) Im Expression-Wettbewerb müssen alle Erstrunden-Freilose den am höchsten gesetzten Boards zugeordnet werden.

(c) Im Wave-Performance-Wettbewerb können nur die Gewinner eines jeden Heats in die nächste Runde weiterkommen.

(d) Im Freestyle-Wettbewerb können die Boards wie folgt in die nächste Runde weiterkommen: Aus einem Heat mit acht Boards kommen die besten vier weiter, wobei der Gewinner gegen den Vierten segelt und der Zweite gegen den Dritten; aus einem Heat mit vier Boards kommen die besten zwei weiter und segeln gegeneinander.

B10.37.5 Final-Wettfahrten
(a) Das Finale muss aus maximal drei Wettfahrten bestehen. Das Wettfahrtkomitee muss die Anzahl der im Finale zu segelnden Wettfahrten spätestens fünf Minuten vor dem Ankündigungssignal für die erste Final-Wettfahrt bekannt geben.

(b) Ein Platzierungs-Finale kann nach dem Finale gesegelt werden. Daran können alle Boards aus den Semifinal-Heats, die sich nicht für das Finale qualifizieren konnten, teilnehmen.

B10.63 Anhörungen
Für eine Wettfahrt einer Ausscheidungsserie, die ein Board zur Teilnahme an einer späteren Stufe der Veranstaltung qualifiziert, ist Regel 61.2 und 65.2 gestrichen und Regel 63.6 ist wie folgt geändert.
B10. 63.6 Aussagen Aufnehmen und Ermittlung der Fakten
Proteste und Anträge auf Wiedergutmachung brauchen nicht schriftlich zu sein. Sie müssen mündlich einem Mitglied des Protestkomitees so bald als vernünftigerweise nach der Wettfahrt möglich vorgetragen werden. Das Protestkomitee darf Beweise in jeder ihm angemessen erscheinenden Art aufnehmen und seine Entscheidung mündlich bekanntgeben.

B10.70 Berufungen und Anträge an den Nationalen Verband
Füge neue Regel B10.70.7 hinzu:
B10.70.7 Berufungen sind bei Disziplinien und Formaten mit einer Ausscheidungsserie nicht zulässig.

B10.A2.1 Wertung einer Serie
Regel A2.1 ist geändert in:
Die Gesamtwertung eines Boards in einer Ausscheidungsserie, gemäß Regel 90.3(b), ist die Summe seiner Wertungen der einzelnen Wettfahrten, ausgenommen

(a) seine schlechteste Wertung, wenn 3 oder 4 Wettfahrten abgeschlossen sind,

(b) seine zwei schlechtesten Wertungen, wenn zwischen 5 und 7 Wettfahrten abgeschlossen sind,

(c) seine drei schlechtesten Wertungen, wenn 8 oder mehr Wettfahrten abgeschlossen sind.

Die Gesamtwertung eines Boards in einer Finalserie muss die Summe seiner Wertungen der einzelnen Wettfahrten sein, ausgenommen seine schlechteste Wertung, wenn 3 Wettfahrten abgeschlossen sind. (Die Ausschreibung oder Segelanweisungen können eine abweichende Regelung vorsehen, Eine Wettfahrt ist abgeschlossen, wenn sie gewertet ist; siehe Regel 90.3(a).) Wenn ein Board zwei oder mehr gleich schlechteste Ergebnisse hat, so werden die gestrichen, die früher in der Serie gesegelt wurden. Das Board mit der niedrigsten Gesamtwertung gewinnt, die anderen werden entsprechend platziert.

B10.A4 Low – Point System
Ergänze am Ende des ersten Satzes von Regel A4.2: „oder, in einer Wettfahrt einer Ausscheidungsserie, die Anzahl der Boards in diesem heat.“

Füge neue Regel B10. A4.3 hinzu:
B10.A4.3 Kann ein Heat nicht abgeschlossen werden, müssen die Punkte für die nicht gewerteten Plätze addiert und durch die Anzahl der Plätze in diesem Heat dividiert werden. Die sich daraus ergebende Punktzahl, gerundet auf das am nächsten liegende Zehntel eines Punktes (ab 0,05 nach oben), muss jedem Board gegeben werden, das für diesen Heat gemeldet war.

B11 Änderungen von Regeln für Expression-Wettbewerbe
Füge die folgenden Definitionen hinzu:

Einlaufend und Auslaufend
Ein Board, das in die gleiche Richtung segelt, in der die Brandung aufläuft, ist einlaufend. Ein Board, das in die entgegengesetzte Richtung der Brandung segelt, ist auslaufend.

Springen
Ein Board gilt als springend, wenn es am Kamm einer Welle abhebt, während es auslaufend ist.

Überholen
Ein Board gilt als überholend von dem Zeitpunkt an, wo es eine Überlappung von klar achteraus herstellt, bis zu dem Zeitpunkt, wo es klar voraus des überholten Boards ist.

Anrecht
Das erste Board, das unmittelbar an der Vorderseite einer Welle auf die Küste zu surft, hat Anrecht auf diese Welle. Ist es jedoch nicht möglich festzustellen, welches Board das erste ist, hat das luvwärtige Board das Anrecht.

Aufrichten
Ein Board ist von dem Zeitpunkt an beim Aufrichten, wenn sein Segel oder – beim Wasserstart – sein Körper aus dem Wasser heraus ist, bis es manövrierfähig ist.

Surfend
Ein Board surft, wenn es auf oder unmittelbar vor einer Welle ist, während es einlaufend ist.

Wechsel
Ein Board, das den Schlag wechselt oder abhebt während es einlaufend ist oder eines, das nicht surfend, springend, gekentert oder aufrichtend ist, befindet sich im Wechsel.

B11.Teil 2 Begegnung von Boards
Die Regeln des Teils 2 sind gestrichen und ersetzt durch:

(a) Einlaufend und auslaufend
Ein einlaufendes Board muss sich von einem auslaufenden Board freihalten. Sind zwei Boards auf der gleichen Welle auslaufend oder einlaufend oder keines von beiden auslaufend oder einlaufend ist, dann muss sich ein Board auf Backbordschlag (Wind von Backbord) von einem auf Steuerbordschlag (Wind von Steuerbord) freihalten.

(b) Boards auf der gleichen Welle, einlaufend
Sind zwei oder mehr Boards auf einer Welle einlaufend, muss sich das Board, das kein Anrecht hat, freihalten.

(c) Klar achteraus; Klar voraus und überholend
Ein Board, das klar achteraus und nicht auf einer Welle ist, muss sich von einem Board klar voraus freihalten. Ein überholendes Board, das nicht auf einer Welle ist, muss sich freihalten.

(d) Wechsel
Ein Board im Wechsel muss sich von einem Board freihalten, das nicht im Wechsel ist. Sind zwei Boards gleichzeitig im Wechsel, muss sich das auf der Backbordseite des anderen oder das achteraus freihalten.

(e) Springen
Ein Board das springt muss sich von einem freihalten, das dies nicht tut.

B11. 26 Starten und Beenden von Heats
Regel 26 ist geändert in:
Heats müssen unter Verwendung der folgenden Signale gestartet und beendet assiswerden:

(a) Start eines Heats
Jede Flagge muss entfernt werden, wenn die nächste Flagge gezeigt wird.

Minuten vor Startsignal

Optisches Signal

Schall Signal

Bedeutung

Beginn der Wechselperiode

Heat Nummer mit roter Flagge

Eins

Ankündigung

1

Gelbe Flagge

Eins

Vorbereitung

0

Grüne Flagge

Eins

Startsignal

(b) Beenden eines heats

Minuten vor Endsignal

Optisches Signal

Schall Signal

Bedeutung

1

Grüne Flagge entfernen

Eins

Ankündigung Ende

0

Rote Flagge

Eins

Endsignal

B11.38 Registrierung von Segeln; Wettfahrtgebiet; Dauer eines Heats; Aufstieg und Freilose
Füge neue Regel B11.38 hinzu
(a) Boards müssen die Farben und andere Besonderheiten ihrer Segel oder andere Identitätskennzeichen, gemäß einer in den Segelanweisungen festgelegten anderen Methode, durch das Wettfahrtkomitee registrieren lassen. Dies muss bis spätestens zum Startsignal des Heats erfolgen, der zwei Heats vor ihrem eigenen ist.

(b) Das Wettfahrtgebiet muss in den Segelanweisungen definiert und spätestens 10 Minuten vor dem Startsignal für den ersten Heat an der offiziellen Tafel für Bekanntmachungen ausgehängt werden. Ein Board wird nur gewertet, solange es im Wettfahrtgebiet segelt.

(c) Jede Änderung in der Dauer eines Heats muss spätestens 15 Minuten vor dem Startsignal für den ersten Heat in der nächsten Runde vom Wettfahrtkomitee angekündigt werden.

(d) Regel B11.37.4 gilt

B11.41 Hilfe von außen
Ändere Regel 41 zu Regel B11.41.1 und füge neue Regel B11.41.2 hinzu:
B11.41.2 Ein Assistent darf für ein Board Ersatzausrüstung bereithalten. Der Assistent darf andere teilnehmende Boards nicht behindern. Ein Board, dessen Assistent ein anderes Board behindert, kann nach Ermessen des Protestkomitees bestraft werden.

Anhang A - Wertung
Die Regeln von Anhang A sind gestrichen und wie folgt ersetzt:
B11.A1 Wertung bei Expression-Wettbewerben
(a) Ein Expression-Wettbewerb muss durch eine Gruppe von drei Punktrichtern gewertet werden. Die Gruppe kann jedoch eine größere ungerade Anzahl von Mitgliedern haben, und es kann zwei solche Gruppen geben. Jeder Punktrichter muss für jedes Manöver Punkte geben, basierend auf einer in der Ausschreibung oder den Segelanweisungen festgelegten Skala.

(b) Die Kriterien der Wertung müssen vom Wettfahrtkomitee bestimmt und an der offiziellen Tafel für Bekanntmachungen spätestens 30 Minuten vor dem Startsignal für den ersten Heat angekündigt werden.

(c) Der Stand eines Boards im Heat muss durch Addieren der ihm von jedem Punktrichter gegebenen Punkte ermittelt werden. Das Board mit der höchsten Punktzahl gewinnt und die anderen werden entsprechend eingestuft.

(d) Beide Semifinal-Heats müssen gesegelt worden sein, damit eine Ausscheidungsserie gültig wird.

(e) Mit Ausnahme der Mitglieder des Wettfahrtkomitees, die für die Wertung in der Veranstaltung verantwortlich sind, darf nur den Teilnehmern am Heat erlaubt werden, die Wertungsblätter der Punktrichter für den Heat einzusehen. Jedes Wertungsblatt muss den vollen Namen des Punktrichters tragen.

(f) Wertungsentscheidungen der Punktrichter dürfen nicht Grund für einen Antrag auf Wiedergutmachung durch das Board sein.

B11.A2 Gleichstand in der Serie
(a) Gibt es in einem Heat einen Gleichstand in der von einem oder mehreren Punktrichtern gegebenen Gesamtpunktzahl, muss sie zugunsten des Boards mit der höheren Einzelwertung in der Prioritätskategorie aufgelöst werden. Sind die Kategorien gleich gewichtet, muss ein Gleichstand im Wave-Performance-Wettbewerb zugunsten des Boards mit der höheren Einzelwertung im Wellenreiten und im Freestyle-Wettbewerb zugunsten des Boards mit der höheren Wertung für den Gesamteindruck aufgelöst werden. Bleibt ein Gleichstand, muss sie im Wave-Performance-Wettbewerb zugunsten des Boards mit der höheren Einzelwertung in der Kategorie ohne Priorität und im Freestyle-Wettbewerb muss sie als endgültiges Resultat stehen bleiben.

(b) Gibt es einen Gleichstand in der Serienwertung, ist sie zugunsten des Boards aufzulösen, das öfter besser als das andere Board gewertet wurde. Alle Wertungen müssen verwendet werden, auch wenn einige davon gestrichene Wertungen sind.

(c) Bleibt immer noch ein Gleichstand bestehen, muss der Heat erneut gesegelt werden. Wenn das nicht möglich ist, bleibt der Gleichstand als endgültiges Resultat bestehen.

B12 Änderungen von Regeln für Speed-Wettbewerbe
Die Regeln des Teils 2 sind gestrichen und durch diese Regeln ersetzt.
B12.Teil 2 Allgemeine Regeln

(a) Wasserstart
Ein Board darf auf der Bahn oder im Startgebiet nicht aus dem Wasser starten, ausgenommen, es segelt aus der Bahn, um startenden oder in einem Lauf befindlichen Boards auszuweichen.

(b) Verlassen des Wettfahrtgebiets
Ein das Wettfahrtgebiet verlassendes Board muss sich von Boards freihalten, die sich in einem Lauf befinden.

c) Bahnkontrolle
Zeigt das Wettfahrtkomitee mit einer orangefarbenen Flagge auf ein Board, ist dieses bestraft und der Lauf darf nicht gezählt werden.

(d) Rückkehr ins Startgebiet
Ein Board, das ins Startgebiet zurückkehrt, muss sich von der Bahn freihalten.

(e) Maximale Anzahl von Läufen für jedes Board
Die maximale Anzahl von Läufen, die jedes Board in einer Runde machen darf, muss vom Wettfahrtkomitee spätestens 15 Minuten vor dem Startsignal für die erste Runde bekannt gegeben.

(f) Dauer einer Runde
Die Dauer einer Runde muss vom Wettfahrtkomitee spätestens 15 Minuten vor dem Startsignal für die nächste Runde bekannt gegeben werden.

(g) Bedingungen für die Aufstellung eines Rekords
Die Mindestdistanz für einen Weltrekord beträgt 500 m. Andere Rekorde können über kürzere Distanzen aufgestellt werden. Die Bahn muss durch Pfosten und Durchgangslinien an Land oder durch Bojen auf dem Wasser definiert sein. Die Durchgangslinien dürfen nicht konvergieren.

(h) Regeln zur Beglaubigung
(1) Ein von dem World Sailing Speed Record Council (WSSRC) benannter Beobachter muss anwesend sein und die Laufzeiten und -geschwindigkeiten bei Weltrekordversuchen beglaubigen. Bei anderen Rekordversuchen muss das Wettfahrtkomitee die Laufzeiten und Geschwindigkeiten beglaubigen.

(2) Ein Teilnehmer darf das Zeitmessgebiet nicht betreten und nicht direkt mit der für die Zeitmessung verantwortlichen Organisation Angelegen heiten der Zeitmessung diskutieren. Jede die Zeiten betreffende Frage muss an das Wettfahrtkomitee gerichtet werden.

B12.26 Starten und Beenden einer Runde
Regel 26 ist geändert in:
Die Runden müssen unter Verwendung folgender Signale gestartet und beendet werden. Jede Flagge muss entfernt werden, wenn die nächste Flagge gezeigt wird.

(a) Starten einer Runde

Signal

Flagge

Bedeutung

Verschiebung

Antwortwimpel

Bahn geschlossen.
Wettfahrten verschoben

Bahn geschlossen

Rote Flagge

Bahn geschlossen, Öffnet in Kürze

Vorbereitung

Rote und gelbe Flagge

Bahn öffnet in Kürze

Start

Grüne Flagge

Bahn ist offen

(b) Beenden einer Runde

Signal

Flagge

Bedeutung

Ankündigung Ende

Grüne und gelbe Flagge

Bahn wird in 5 Minuten geschlossen,

Verlängerung

Gelbe Flagge

Die laufende Runde wird um 15 Minuten verlängert

Runde beendet

Rote Flagge

Eine neue Runde wird in Kürze gestartet

B12.64 Entscheidungen
Regel 64.1 ist gestrichen und durch folgendes ersetzt:
B12.64.1 Strafen
(a) Befolgt ein Board eine Regel nicht, kann es verwarnt werden. Wird ein Board ein zweites Mal in der gleichen Runde verwarnt, muss es durch das Wettfahrtkomitee vom Rest der Runde ausgeschlossen werden. Eine Liste der Segelnummern von Boards, die eine Verwarnung erhielten oder ausgeschlossen wurden, muss an einer Tafel für Bekanntmachungen in der Nähe der Ziellinie ausgehängt werden.

(b) Ein Board, das im Wettfahrtgebiet beobachtet wird, nachdem es von einer Runde ausgeschlossen ist, muss ohne Anhörung vom Wettbewerb ausgeschlossen werden und seine vorher erzielten Zeiten oder Ergebnisse sind ungültig.

(c) Jeder Verstoß gegen die Begutachtungsregeln kann einen Ausschluss aus einer oder mehreren Runden oder aus dem ganzen Wettbewerb zur Folge haben.

Anhang A - Wertung
Die Regeln von Anhang A sind gestrichen und wie folgt ersetzt:

B12.A1 Wertung bei Speed-Wettbewerben
(a) Bei Standard Offshore Speed Bahnen, wird die Geschwindigkeiten eines Boards in seinen zwei schnellsten Wettfahrten in einer Runde gemittelt um seinen Stand in dieser Runde zu bestimmen. Das Board mit dem höchsten Mittelwert gewinnt und die anderen werden entsprechend eingestuft. Wenn zwischen Boards Gleichstand besteht, wird dieser zu Gunsten des Boards aufgelöst, das den schnellsten Lauf in der Runde hatte.

(b) Bei Speed Crossings und Alpha Speed Bahnen werden die Boards entsprechend ihrem schnellsten Lauf in einer Runde gewertet.

(c) Besteht in einer Serie Gleichstand zwischen einem oder mehreren Boards, muss dieser zu Gunsten des Boards gelöst werden, das den schnellsten Lauf während der Serie hatte. Bleibt weiterhin Gleichstand wird dieser unter Verwendung der Regeln B8.A8.2 and B8.A8.3 gelöst.